Wirtschaftsleben und natürliche Ressourcen

volver a exposición permanente

Foto de la Sala 3 - La actividad económica y los recursos naturales

Ackerbau, Viehzucht, Fisch- und Muschelfang waren die produktiven und ausbeutenden Tätigkeiten, die die vorgeschichtlichen Bewohner Gran Canarias ausführten. Aber diese Wirtschaftsformen waren in ihrer Bedeutung nicht gleichrangig; auch die Kontrolle über die Produktionsmittel (Ackerland, Viehherden...)  und der Zugang zu ihnen, wie auch über die Erträge der Arbeit waren nicht gleichmäßig geregelt. Von diesen Grundsätzen ausgehend, versucht die Ausstellung in diesem Saal, dem Besucher einige Aspekte des wirtschaflichen Systems der Altkanarier zu veranschaulichen.

Der Ackerbau besaß im Aufbau des Wirtschaftssystems der Urbevölkerung die größte Tragweite. Getreide (Weizen, besonders aber Gerste) waren die meistvertretenen Anbaupflanzen, hinzu kamen noch Hülsenfrüchte (Saubohnen, Linsen und Erbsen).

Zur Produkt-Palette des Ackerbaus gehört auch der Feigenbaum, dessen Frucht ein  wichtiger Bestandteil der vorkolonialen Ernährung war.
Die kollektiven Getreidespeicher zeugen von der wesentlichen Bedeutung des Ackerbaus im damaligen sozio-ökonomischen Umfeld, wie man aus der Verbreitung und Kapazität der Speicher schließen kann. Es waren meist große Räume, die durch Aushöhlung der Tuffbergwand geschaffen wurden und im Inneren an den Wänden und am Boden Silos unterschiedlicher Größe und Menge aufweisen. Im Saal kann man sich anhand eines Modells des Getreidespeichers von el Pósito bei Temisa (Agüimes) ein Bild machen von solchen Einrichtungen.

In diesem landwirtschaftlich geprägten Wirtschaftssystem spielten aber  Viehzucht und Meeresnutzung auch eine wichtige Rolle, denn sie lieferten die nötigen Eiweißprodukte, mit denen die hauptsächlich auf Getreide basierte Ernährung ergänzt werden konnte.

Der Viehbestand setzte sich aus Ziegen, Schafen und Schweinen zusammen. Ziegen und Schafe machten den Großteil der Herde aus. Die archäologischen Studien gehen davon aus, dass die Zucht primär der Produktion von Milcherzeugnissen diente. Wenn die Ureinwohner ein Tier schlachteten, dann wurden alle Verwertungsmöglichkeiten erschöpft, wie die zahlreichen aus Knochen hergestellten Gegenstände in einer der Vitrinen zeigen sollen (Spachtel, Stichel u.a.).


Neben der Viehzucht, waren Fisch- und Muschelfang ebenfalls von Bedeutung. Gezeigt werden Überreste von Fischknochen, die in den Fundstellen entdeckt wurden, und einige der Gegenstände, mit denen Fischfang betrieben wurde, etwa Angelhaken und Reste, die möglicherweise von Netzen stammen.  

Die Ureinwohner zeichneten sich auch durch die Nutzung der Naturbestände an Land aus; sie sammelten bestimmte wild wachsende Früchte (Datteln, Mocanfrüchte...) oder jagten Tiere (Eidechsen und Vögel), doch im Vergleich zu den anderen wirtschaftlichen Tätigkeiten waren diese eher zweitrangig.

 


Usamos cookies propias y de terceros para mejorar su experiencia en nuestro sitio Web. Si continúa usando nuestro sitio, consideramos que acepta el uso de cookies. Para saber más sobre las cookies que utiliza este sitio y cómo eliminarlas, consulte nuestro Aviso Legal.