Anfertigungen aus Tierhäuten und Pflanzenfasern

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Foto de la Sala 5 - Manufacturas en pieles y fibras vegetales

Dieser Saal zeigt eine umfassende Auswahl an Erzeugnissen, die von der vorkolonialen Bevölkerung aus Tierhäuten und Pflanzenfasern hergestellt wurden.

Was die Verwendung von Pflanzenfasern betrifft, ist die Nutzung von zwei Pflanzen bewiesen, nämlich des Schilfgrases und der kanarischen Palme, wobei ersteres deutlich überwiegt. Das Verfahren zur Fasergewinnung bei Schilfgras bezog sich auf  Trocknung und anschließendes Zerstampfen, obwohl man bei einigen Exponaten die Verwendung des nur ausgetrockneten Halmes feststellen kann, der seine ursprüngliche Zylinderstruktur fortbehalten hat. Die Unterschiede im Herstellungsverfahren mögen von dem Endprodukt (Gefäße, Rohrmatten, Kleidung, Stricke, usw.) und der dem Gegenstand zugedachten Funktion abhängen. Bei den Palmen, müssen wohl die Blättchen verwertet worden sein, von denen man nach ihrer Austrocknung Fasern erzeugte.

Auch verschiedene aus Tierhaut hergestellte Objekte sind im Saal zu besichtigen (Fellstücke, die wahrscheinlich als Kleidung verwendet wurden, Behälter usw.). Wie auch bei den Pflanzenfasern, wurde die Tierhaut unterschiedlich bearbeitet, so dass es ziemlich grobe neben gut ausgearbeiteten Stücken gibt, oder auch behaarte neben rasierten Tierhäuten. Die Unterschiede hängen wohl wieder mit dem beabsichtigten Verwendungszweck zusammen, aber auch von dem sozialen Rang des Menschen, für den der Gegenstand bestimmt war.

Generell bezeugen die aus Tierhaut hergestellten Stücke die Perfektion, die damals erreicht wurde, wie etwa die minuziöse Näharbeit –verwendet wurden hierfür Lederstreifen und Sehnen–, die Verzierungen, die in das Leder eingeritzt wurden oder die unter Verwendung von Ocker aufgemalten geometrischen Motive belegen.

Das Lederhandwerk wie auch die Verarbeitung der Pflanzenfasern lassen eine Standardisierung, und daher eine Handlungswiederholung erkennen –etwa bei den Näh- und Flickarbeiten oder auch bei den Verwebungstypen– , die in Verbindung mit anderen archäologischen Zeugnissen die Annahme zulassen, dass eine ganz konkrete Gruppe der Bevölkerung diese Aufgaben wahrgenommen haben muss.

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